VegaFina Year of the Horse 2026 – starke Aromatik, schwache Konstruktion

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Zum chinesischen Neujahrsfest 2026 bringt VegaFina erneut eine Limited Edition auf den Markt: die VegaFina Year of the Horse 2026. Damit reiht sich VegaFina in die Riege der Hersteller ein, die jedes Jahr ein Tierkreiszeichen des chinesischen Kalenders zelebrieren – darunter auch Davidoff, Habanos oder Plasencia.

Die Erwartungen sind entsprechend hoch, denn eines hat VegaFina in der Vergangenheit bewiesen: Ihre Limited Editions sind meist deutlich stärker als die regulären Linien. Ob das auch für das Year of the Horse gilt, schauen wir uns jetzt ehrlich und ohne Schönreden an.


Steckbrief

  • Marke: VegaFina

  • Serie: Year of the Horse 2026

  • Edition: Limited Edition

  • Format: Large Ring Gauge (56)

  • Herkunft: Dominikanische Republik & Nicaragua

  • Deckblatt: Ecuador

  • Umblatt: Nicaragua

  • Einlage: Nicaragua & Dominikanische Republik

  • Preis: 13,80 €

  • Bei CigarWorld kaufen

Erster Eindruck

Optisch ist die Zigarre ein echtes Statement.
Eine goldfarbene Schutzfolie umhüllt die Zigarre vollständig – sieht edel aus, ist aber in der Praxis mehr Fluch als Segen. Das Entfernen gestaltet sich extrem fummelig, was bei einer limitierten Premiumzigarre schlicht unnötig ist.

Nach dem Befreien zeigt sich ein kräftiges, schweres Format mit auffällig geformtem Pigtail, das optisch an einen Pferdeschweif erinnern soll – thematisch passend, handwerklich interessant.

  • Kaltgeruch: Leder, Erde, Holz, Heu

  • Kaltzug: Leder, Holz, Heu

  • Zugwiderstand kalt: ca. 30 % (sehr offen)

Der Geruch erinnert fast an einen Pferdestall – herb, deftig, intensiv. Klingt ungewöhnlich, ist aber durchaus reizvoll.


Rauchverlauf

Erstes Drittel

  • Sehr offener Zug (ca. 35 %)

  • Rauchentwicklung setzt verzögert ein

  • Aromen: Röstaromen, Leder, Holz

Überraschung: Die Röstaromen tauchen sofort auf, obwohl sie im Kaltgeruch kaum präsent waren. Die Zigarre ist deftig, aber gut balanciert, mit seidigem Rauchgefühl.


Zweites Drittel

  • Zugwiderstand steigt auf ca. 40–45 %

  • Aromen: Röstaromen, Leder, Holz, Heu

  • Leichte Pfeffernote unter der Zunge

Aromatisch bleibt die Zigarre stabil und ausgewogen. Leider zeigt sich hier auch das größte Problem:
Ein deutlicher Riss im Deckblatt, vermutlich bereits durch die Schutzfolie begünstigt. Ärgerlich – und bei einer Limited Edition dieser Preisklasse absolut unnötig.


Letztes Drittel

  • Röstaromen treten zurück

  • Leder, Holz und Heu dominieren

  • Pfeffer bleibt dezent präsent

Kurz vor dem Ende geht die Zigarre mehrfach aus und lässt sich kaum noch sauber entzünden. Aromatisch weiterhin gut, technisch jedoch enttäuschend.


Punktebewertung

  • Konstruktion: 82 Punkte
    (Riss im Deckblatt, Ausgehen im letzten Drittel – deutlich verbesserungswürdig)

  • Aromatik: 88 Punkte
    (stimmig, deftig, gut balanciert, leichte Entwicklung)

  • Preis-Leistung: 88 Punkte
    (bei funktionierender Konstruktion fair, bei diesem Exemplar grenzwertig)

➡️ Gesamtwertung: 86 Punkte

Keine Kaufempfehlung – aber eine Probierempfehlung.


Zusatzbewertungen (nicht in der Gesamtnote)

  • Komplexität: 4/10

  • Nikotin: 4/10

  • Intensität: 5/10


Fazit

Die VegaFina Year of the Horse 2026 ist ein Paradebeispiel für eine Zigarre mit starker Aromatik, aber schwacher Ausführung. Geschmacklich liefert sie genau das, was man von einer VegaFina Limited Edition erwartet: deftig, rund, ausgewogen, mit klarer Handschrift.

Doch Konstruktionsprobleme wie Rissbildung und Ausgehen sind bei einer limitierten 14-€-Zigarre schlicht nicht akzeptabel. Auch wenn es sich um ein mögliches Montagsexemplar handelt – genau das muss in einem ehrlichen Review berücksichtigt werden.

👉 Probieren: ja. Blind kaufen oder einboxen: nein.


Bis zum nächsten Smoke – ehrlich, kritisch und:
EtwasGenuss.


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