Zeus, Candela und geputzte Schuhe – Der Cigar Summer 2026 von EtwasGenuss

Zeus, Candela und geputzte Schuhe – Der Cigar Summer 2026 von EtwasGenuss

Samstag, 6. Juni 2026. 13 Uhr. Irgendwo im Nirgendwo zwischen Wetter-App-Pessimismus und Zigarren-Optimismus fiel der Startschuss für den diesjährigen EtwasGenuss-CigarSummer. Das EtwasGenuss-Team war selbstverständlich mittendrin statt nur dabei. Martin, David, Marten, Max und Toto begrüßten gemeinsam mit zahlreichen Ausstellern mehr als 100 Gäste, die sich im Landhaus Am Röschen in Xanten auch vom eher durchwachsenen Wetter nicht die Stimmung verderben ließen. Offenbar hatte Zeus persönlich beschlossen, unserer Veranstaltung seine ganz eigene Interpretation eines sommerlichen Segens zukommen zu lassen. Statt strahlendem Postkartenhimmel schickte der Göttervater immer wieder kleine Nieselregen-Attacken vorbei. Keine ausgewachsenen Gewitter. Eher freundliche Erinnerungen daran, dass man die Pavillons vielleicht doch nicht umsonst aufgebaut hatte.

Es gab Sonnenschein. Zumindest hin und wieder. Es gab milde Temperaturen. Und es gab eben diese kleinen feuchten Grüße aus dem Olymp. Doch die Rechnung hatte Zeus ohne die Zigarrencommunity gemacht.

Zeus und der Nieselregen

Denn während andere Veranstaltungen bei ein paar Regentropfen in hektischen Aktionismus verfallen, wurde bei uns einfach ein Stück zusammengerückt. Unter den Ständen aber auch auf der überdachten Terrasse entstanden Gespräche, die vermutlich ohne das Wetter nie zustande gekommen wären. Vielleicht braucht Gemeinschaft manchmal einfach einen gemeinsamen Gegner. Und wenn dieser Gegner der leicht übermotivierte Wettergott höchstpersönlich ist, nehmen wir die Herausforderung eben an.

Kulinarisch musste ebenfalls niemand leiden. Der Foodtruck lief nahezu auf Hochtouren. Burger wanderten im Minutentakt über die Theke, begleitet von Fritten, die schneller verschwanden als manche Limited Edition auf dem Zigarrenmarkt. Wer behauptet, Zigarrenraucher würden ausschließlich von Tabaknoten und Getränkebegleitungen leben, hat offensichtlich noch nie einen hungrigen Aficionado nach vier Stunden Veranstaltung erlebt.

Überhaupt zeigte sich einmal mehr, was die EtwasGenuss-Community eigentlich ausmacht: Es sind nicht nur die Zigarren. Es sind die Menschen dahinter.

Da war beispielsweise Gökcay Baydar von Cigarren Baydar & Sahin, der mit einem beeindruckenden Angebot an Spirituosen und Zigarren anreiste. Wer an seinem Stand vorbeikam, musste mindestens einmal innehalten. Entweder wegen einer spannenden Flasche oder wegen einer Zigarre, die plötzlich ganz dringend probiert werden musste.

Arnold André wurde durch Uwe Rutenkröger vertreten. Uwe hatte nicht nur hervorragende Sommerzigarren im Gepäck, sondern offenbar auch mehrere Wochen Sonnenschein im Gesicht gespeichert. Seine beneidenswert entspannte Urlaubsbräune sorgte bei einigen Gästen vermutlich für die Erkenntnis, dass die eigene Hautfarbe eher in die Kategorie „Büroleuchte“ fällt.

Felix Wallenhorst präsentierte einen Teil des Villiger-Portfolios und hatte dabei auch die nagelneue San Martín im Gepäck. Das Wort „hatte“ ist hier entscheidend. Denn die Zigarre entwickelte sich schnell zum begehrten Objekt der Begierde und war in kürzester Zeit ausverkauft. Wer zu lange überlegte, durfte sich später immerhin damit trösten, dass Vorfreude auf Nachschub bekanntlich die schönste Freude ist.

Daniel Seidel von Schuster Cigars hatte unter anderem Foundation Cigars dabei und ergänzte sein Angebot um zahlreiche Merch-Artikel. Ein gefährlicher Stand für alle, die eigentlich nur „mal kurz schauen“ wollten und plötzlich mit Taschen voller Zubehör und geiler Smokes wieder auftauchten.

Patrick Janßen von Kohlhase & Söhne brachte als personifizierter Sunnyboy gute Laune gleich mit. Mit Marken wie Rocky Patel, SkelTon und La Aroma del Caribe sorgte er dafür, dass sich Freunde unterschiedlichster Geschmacksprofile bestens aufgehoben fühlten.

Unser Freund Jordi Llorens-Carrió hatte Casa 1910 und Dos Amigos 87 dabei. Jordi gehört zu den Menschen, die selbst den schlechtesten Wetterbericht mit einem entspannten Schulterzucken quittieren. Gute Zigarren, sympathische Gespräche und eine lockere Atmosphäre machten seinen Stand zu einem beliebten Treffpunkt.

Für scharfe Angelegenheiten ohne Verletzungsgefahr sorgten Ralf Buchinger und Jens Rieger von der DoubleCut Company. Ihre hochwertigen Zigarrencuttermesser zeigten eindrucksvoll, dass ein sauberer Anschnitt durchaus etwas mit Leidenschaft und Präzision zu tun hat. Und seien wir ehrlich: Männer können sich erstaunlich lange über Schneidwerkzeuge unterhalten, ohne auch nur ansatzweise das Interesse zu verlieren.

Maik Neubauer und Ingo Braun präsentierten Stauffenberg Cigars und sorgten insbesondere mit der neuen Stauffenberg Cigars Edition 4 „Green“ Pyramid für neugierige Blicke und zahlreiche Gespräche. Die Candela-Zigarre stach schon optisch aus der Masse hervor. Während viele Zigarrenliebhaber beim Begriff Candela zunächst ehrfürchtig nicken und so tun, als hätten sie schon immer gewusst, wie besonders dieses grüne Deckblatt ist, nutzten andere die Gelegenheit, sich erstmals an diese eher seltene Machart heranzuwagen. Das Echo? Durchweg positiv.

Who is Who

Conrad Menzel von Urtyp Cigars hatte die Neuauflage der El Grande Consejero im Gepäck. Eine Zigarre, die bereits im Vorfeld für Aufmerksamkeit gesorgt hatte und deren positives Echo unter den Gästen eindrucksvoll bestätigt wurde. Manchmal genügt ein Zug, um festzustellen, dass etwas Besonderes gelungen ist.

Ein vertrautes Bild bot erneut Gina Reyes. Die erfahrene Zigarrenrollerin faszinierte die Besucher mit ihrem handwerklichen Können und präsentierte eine wunderschöne Event-Zigarre. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie aus einzelnen Tabakblättern mit geübten Handgriffen ein kleines Kunstwerk entsteht. Und mindestens ebenso beeindruckend ist die Geduld derjenigen, die dabei zuschauen und plötzlich feststellen, dass echte Handarbeit doch deutlich komplexer ist als „ein bisschen zusammenrollen“.

Ein echtes Highlight war darüber hinaus der Besuch von Carlos Llaca-Torano, Vice President of International Sales & Operations von Gurkha. Gemeinsam mit Brand Ambassador Denton und unterstützt von GREMartin nahm er sich Zeit für Gespräche, Fotos und den direkten Austausch mit den Gästen. Solche Begegnungen zeigen, wie nah die Zigarrenwelt trotz internationaler Dimensionen manchmal sein kann.

Und dann war da noch Stan.

Und Stan machte etwas, das vermutlich niemand auf seiner Bingo-Karte für ein Zigarren-Sommerfest stehen hatte: Er polierte als ShineOfAGentleman die Lederschuhe der Besucher auf Hochglanz. Es dauerte nicht lange, bis sich herumsprach, dass man auf dem CigarSummer nicht nur gute Zigarren genießen, sondern anschließend auch mit gewienerten Schuhen nach Hause gehen konnte, die aussahen, als wären sie gerade frisch aus dem Schaufenster eines Londoner Herrenausstatters gekommen.

Die Mischung aus britischer Gentleman-Kultur und deutscher Zigarrenveranstaltung funktionierte erstaunlich gut. Wahrscheinlich deshalb, weil Menschen, die ihre Zigarren pflegen, meist auch Verständnis dafür haben, wenn jemand mit derselben Hingabe Lederschuhe behandelt.

Ein besonderer Moment des Tages gehörte ganz klar der Premiere der EtwasGold Limited Edition #1. Vorgestellt wurde sie von Martin und Dave, die sich dafür sichtbar einen der ruhigeren Augenblicke im ansonsten lebhaften Tagesgeschehen ausgesucht hatten. Die erste Ausgabe der neuen Reihe kommt als Connecticut Torpedo im Boxpressed-Format daher und setzt bewusst auf eine klare, fast puristische Linie. 100 Prozent Honduras Longfiller bilden das Fundament dieser Vitola, die mit 6 1/2 x 52 nicht nur optisch Präsenz zeigt, sondern auch handwerklich einiges verspricht.

Schon beim ersten Anzünden wurde deutlich, dass hier nicht irgendein Event-Gag vorgestellt wurde, sondern eine ernst gemeinte Limited Edition mit Anspruch. Cremige Noten, eine ausgewogene Struktur und die typische Eleganz des Connecticut-Deckblatts sorgten schnell für neugierige Blicke und angeregte Diskussionen unter den Aficionados.

Die Resonanz ließ nicht lange auf sich warten. Von den lediglich 120 Stück, die exklusiv für das Event vorgesehen waren, war die Edition noch am selben Tag komplett ausverkauft. Ein Ergebnis, das selbst erfahrene Aussteller kurz innehalten ließ und zeigt, wie groß das Interesse an sorgfältig kuratierten Kleinauflagen inzwischen ist.

Preislich lag die EtwasGold Limited Edition #1 bei 12 Euro pro Stück und positionierte sich damit bewusst im Bereich besonderer, aber zugänglicher Genussmomente. Kein Massenprodukt und keine Dauerverfügbarkeit, sondern eine klare Sache für Sammler und Liebhaber – oder eben „Early Adopter“.

Und wie es sich für eine echte Premiere gehört, blieb es nicht bei dieser einen Ausgabe. Schon jetzt ist klar: Weitere Editionen werden folgen. Welche Form sie annehmen, bleibt vorerst Teil des EtwasGenuss-Geheimnisses. Sicher ist nur, dass die EtwasGold-Reihe ihren festen Platz im Portfolio gefunden hat und künftig für zusätzliche Spannung bei jedem Event sorgen dürfte.

Ein weiterer Publikumsmagnet war unsere Tombola.

Die Nachfrage war derart groß, dass man zeitweise den Eindruck gewinnen konnte, die Gäste hätten heimlich für die Ziehung trainiert. Attraktive Preise wie Aschenbecher, Bücher, Feuerzeuge und zahlreiche weitere Gewinne sorgten für glänzende Augen und rege Beteiligung. Lose wechselten in beeindruckender Geschwindigkeit die Besitzer, begleitet von der Hoffnung auf den großen Wurf.

Am Ende waren es jedoch nicht die Gewinne, die diesen Tag besonders machten.

Es waren die Gespräche.

Die spontanen Begegnungen zwischen alten Bekannten und neuen Gesichtern. Die Diskussionen über Deckblätter, Herkunftsländer und persönliche Favoriten. Die ehrliche Begeisterung für handwerkliche Qualität. Die Neugier auf neue Marken und die Freude darüber, bekannte Aussteller wiederzutreffen.

EtwasGenuss war einmal mehr genau das, was der Name verspricht: etwas Genuss. Vielleicht sogar ein bisschen mehr.

Mehr Gemeinschaft.

Mehr Austausch.

Mehr Leidenschaft.

Mehr von diesen Momenten, in denen Menschen ihr Smartphone wegstecken, sich in die Augen schauen und gemeinsam einen guten Nachmittag verbringen.

Das Echo der Gäste und der Aussteller war eindeutig. Immer wieder war zu hören: „Nächstes Jahr sind wir wieder dabei.“

Irgendwann gegen 22 Uhr neigte sich die Veranstaltung dann langsam dem offiziellen Ende entgegen. Doch wer glaubt, damit sei die Geschichte vorbei, kennt die EtwasGenuss-Familie schlecht.

Denn während die letzten Gespräche ausklangen und die letzten Zigarren langsam verglommen, begann die finale Disziplin des Tages: der Abbau. Zelte wurden zusammengelegt, Biertischgarnituren geschleppt und Equipment verstaut.

Viele Hände. Kein Murren. Dafür jede Menge lockere Sprüche und das gute Gefühl, gemeinsam etwas auf die Beine gestellt zu haben.

Vielleicht ist genau das die eigentliche Magie solcher Veranstaltungen. Nicht nur die besonderen Zigarren, die interessanten Aussteller oder die attraktiven Tombolapreise.

Sondern die Menschen, die bleiben, wenn die Gäste gegangen sind.

Die mit anpacken.

Die mitlachen.

 

Der EtwasGenuss-CigarSummer hat Spaß gemacht. Vielen Dank, ihr Lieben!

Euer EtwasGenuss-Team



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