Stauffenberg Cigars Edition 4 – spannendes Candela-Experiment mit großem Reifepotenzial

Willkommen zurück bei EtwasGenuss!

Heute schauen wir uns eine Zigarre an, die in Deutschland schon vor ihrem Erscheinen für Aufmerksamkeit gesorgt hat:

die Stauffenberg Cigars Edition 4.

Die Marke Stauffenberg steht seit ihrem Start im Jahr 2025 für Premium-Zigarren mit historischem Bezug und hat sich mit den ersten drei Editionen bereits eine treue Fangemeinde aufgebaut.

Mit der vierten Edition geht die Marke nun einen ungewöhnlichen Weg.

Denn hier kommt ein Deckblatt zum Einsatz, das man heute nur noch selten sieht:

👉 Candela.

Die große Frage lautet also:

Kann die Stauffenberg Cigars Edition 4 mit ihrem außergewöhnlichen Blend überzeugen – oder braucht sie einfach noch mehr Zeit zur Reife?

Quelle:

Steckbrief

Marke: Stauffenberg Cigars
Serie: Edition 4
Format: Pyramide
Größe: 6 x 52
Preis: 16,50 €
Kaufen: Sie kommt im Laufe dieser Woche zu den Fachhändlern

Tabakmischung

Deckblatt: Candela (Honduras)
Umblatt: Honduras
Einlage: Honduras

👉 Eine honduranische Puro mit ungewöhnlichem Candela-Deckblatt.

Erster Eindruck

Optisch hebt sich die Edition 4 sofort von den bisherigen Stauffenberg-Zigarren ab:

grünes Candela-Deckblatt
gold-grüne Banderole
saubere Verarbeitung
vereinzelt sichtbare Blattadern

Das Candela-Deckblatt verleiht der Zigarre nicht nur ihre markante Optik, sondern auch einen ganz eigenen Charakter.

👉 Definitiv eine Zigarre, die neugierig macht.

Kaltgeruch

Direkt erkennbar:

Heu
Gras
leichte Cremigkeit
dezente Holznoten

Der Gesamteindruck wirkt frisch, mild und ungewöhnlich.

Kaltzug

Zugwiderstand: ca. 50 %

Aromen:

Heu dominant
Grasnoten präsent
leichte Cremigkeit
Anklänge von grünem Tee

👉 Schon im Kaltzug zeigt sich der typische Candela-Charakter.

Rauchverlauf

Erstes Drittel

Nach dem Anzünden überrascht die Edition 4 zunächst.

Denn die erwarteten Grasnoten stehen nicht im Vordergrund.

Stattdessen liefert sie:

eine deutliche Cremigkeit
leichte Süße
dezente Heu- und Grasnoten
minimalen weißen Pfeffer

Die Holznoten bleiben zunächst weit im Hintergrund.

👉 Ein ungewöhnlich weicher und milder Einstieg.

Zweites Drittel

Jetzt verändert sich die Zigarre spürbar.

Die Cremigkeit nimmt deutlich ab und die typischen Candela-Aromen rücken stärker in den Vordergrund.

Rauchabgabe: gut
Zugwiderstand: konstant bei ca. 50 %

Aromen:

Heu
Gras
leichter weißer Pfeffer

Die Zigarre wirkt zwischenzeitlich etwas zurückhaltend und verliert kurz an Intensität.

Erst zum Ende des zweiten Drittels gewinnt sie wieder an Vollmundigkeit.

Ein leicht ungleichmäßiger Abbrand musste einmal korrigiert werden.

Zusätzlich ging die Zigarre einmal aus.

Letztes Drittel

Rauchdauer insgesamt: ca. 100 Minuten

Jetzt zeigt die Edition 4 noch einmal eine deutlich andere Seite.

Aromen:

Pfeffer klar dominant
Heu weiterhin präsent
Creme verschwindet vollständig

Der weiße Pfeffer entwickelt sich zunehmend in Richtung schwarzer Pfeffer und bringt deutlich mehr Würze ins Spiel.

👉 Das Finale ist kräftiger und würziger als der restliche Smoke.

Punktebewertung (15-Punkte-System)

Konstruktion – 11/15 Punkte (2)

Positiv:

guter Zugwiderstand
gute Rauchabgabe
Intubado-Rollung

Aber:

einmal ausgegangen
leichter Schiefbrand
eine Korrektur notwendig

Aromatik – 10/15 Punkte (2−)

Spannendes Aromaprofil mit:

Heu
Gras
Creme
Pfeffer

Allerdings:

teilweise unausgewogen
noch etwas unrund
schwankende Intensität

👉 Hier ist deutlich Potenzial vorhanden.

Preis-Leistung – 9/15 Punkte (3+)

Für 16,50 € bekommt man:

lange Rauchdauer
ungewöhnliches Blend-Konzept
saubere Verarbeitung

Aber:

die Konstruktion zeigte kleinere Schwächen
die Aromatik wirkt aktuell noch nicht vollständig ausgereift

Gesamtwertung: 10/15 Punkte – Note 2−

➡️ Probierempfehlung

Zusatzbewertungen (nicht in der Gesamtnote)

Komplexität: 3 / 10
Nikotin: 3 / 10
Intensität: 3 / 10

Fazit

Die Stauffenberg Cigars Edition 4 ist keine klassische Premium-Zigarre.

Sie ist ein Experiment.

Und genau das macht sie spannend.

Das seltene Candela-Deckblatt sorgt für ein ungewöhnliches Aromaprofil aus Heu, Gras, Creme und Pfeffer, das sich im Rauchverlauf spürbar verändert.

Allerdings wirkt die Zigarre aktuell noch nicht vollständig ausbalanciert.

Besonders die schwankende Intensität und die fehlende Harmonie zwischen den einzelnen Aromen deuten darauf hin, dass ihr etwas Reifezeit guttun könnte.

👉 Die Edition 4 zeigt bereits heute ihr großes Potenzial – könnte in einigen Monaten aber noch deutlich besser sein.

Bis zum nächsten Smoke – ehrlich, unkompliziert und:
EtwasGenuss.


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