Ein fruchtiger Beutezug – Coffee Pirates Felista Aquino Peña Kaffee Review

Ich habe neulich mit den Coffee Pirates nochmal eine neue Rösterei ausprobiert und dabei wurde mir dieser Direct Trade Kaffee aus Peru ans Herz gelegt. Leider ist er aktuell (Stand: 22.12.2021) ausverkauft, aber trotzdem möchte ich ihn euch gerne vorstellen. Hier also das Review zum Felista Aquino Peña Kaffee.

Über die Coffee Pirates

Die Coffee Pirates wurden 2012 in Essen gegründet und sind seitdem im Szene-Viertel Rüttenscheid zu finden. Neben einer Rösterei betreiben sie auch ein kleines Kaffee eine Tür weiter.

Nachhaltigkeit und Produktionskette

Die Pirates scheinen sehr bemüht um das Thema Nachhaltigkeit und Transparenz. Auf der Homepage findet man einige Angaben zur Rohkaffeelieferanten und tatsächlich auch den Einkaufspreisen. Das ist sicherlich in dieser Form schon sehr bemerkenswert und zeugt von Offenheit und Selbstbewusstsein. Der hier getestete Kaffee aus Peru ist ein Direct Trade Kaffee und auf der Packung finden sich auch genauere Angaben zum Bauern, der Plantage und Produktion.

Der Felista Aquino Peña Kaffee

Nun kommen wir aber mal zum spannenden Teil, nämlich zum Kaffee. Wie schmeckt er, wie riecht er, wie lässt er sich brühen, wie kommt er so daher?

Verpackung und Aufmachung

Ich mag den rustikalen Look solcher braunen Papiertüten einfach. Das ist wirklich kein Geheimnis und daher gefällt mir auch die Aufmachung vom Felista Aquino Peña sehr gut. Erfreulicherweise ist auch diese Tüte wieder verschließbar und eignet sich daher bestens zur Lagerung. Das Aromaventil muss ich an dieser Stelle wohl nicht erwähnen. Das einzige Manko: Es wird leider nur ein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben und kein Röstdatum. Das ist für Kaffeeliebhaber natürlich schon schade, für Neulinge aber sicherlich nicht verkehrt.

Der erste Eindruck

Ich habe den Kaffee auf Empfehlung der Rösterei gekauft, nachdem ich explizit den Wunsch nach einem Kaffee mit fruchtiger Säure geäußert habe. Und ja, die Bohnen verströmen einen deutlich säurehaltigen aber keineswegs unangenehmen Duft. Dabei wird die Säure leicht von etwas Haselnuss und Karamell unterstützt.

Die Röstung ist recht milde, die Bohnen sind farblich als mittelbraun einzuordnen. Kaffeeöle sind nicht ausgetreten und die Bohnen entsprechend trocken. Genauso mag ich es persönlich am liebsten.

Der Geschmack

Um einen fairen Vergleich ziehen zu können, habe ich auch hier wieder einen V60 ausgebrüht. 30g Kaffee auf 500ml Wasser. Gemahlen wurde der Kaffee auf meiner Standardeinstellung für Pour Over Brews meiner Baratza Encore Kaffeemühle. Hier gelten für alle getesteten Kaffees immer die gleichen Bedingungen. Es zeigten sich keine besonderen Auffälligkeiten. Das Mahlergebnis war gut, die Dauer des Aufgusses war durchschnittlich.

Und was soll ich sagen? Der Kaffee schmeckt recht genauso wie er riecht. Die Säurenote ist auf jeden Fall vorherrschend und wird nur hier und da von der karamelligen Haselnuss etwas im Zaum gehalten. Dabei ist sie aber keineswegs aufdringlich, nur eben sehr deutlich. Die 30g haben sich als goldrichtig erwiesen und zu einem guten Brühergebnis geführt. Auffallend ist, dass der Kaffee einen kaum anhaltenden Nachgeschmack hat, aber das wäre auch eher bei deutlich bitteren Kaffees zu erwarten. Alles in allem ist er ein runder, säurehaltiger Kaffee mit leichter Süße.

Fazit

Ich habe von den Coffee Pirates genau das bekommen, was ich wollte. Einen schönen, runden Kaffee mit deutlicher Säure. Ja, ich habe mich damit deutlich aus meiner Komfortzone der schokoladigen Dessertaromen bewegt aber bin froh es getan zu haben. Der Kaffee hat mir große Freude bereitet und meinen Blick auf jeden Fall für neue geschmackliche Bereiche geöffnet. Ob ich ihn nochmal kaufen werden, kann ich aktuell noch nicht sagen. Was ich aber sagen kann, ist, dass es nicht mein letzter Beutezug bei den Piraten gewesen sein wird.

Falls ihr eher auf schokoladige Aromen beim Kaffee steht, könnte mein Review zum La Paz Kaffee etwas für euch sein 🙂

Produkte aus dem Video:

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